Das Konzept

Ortstermin.

Die Arbeit zum Thema der Bewegung ist der Kombination der Auseinandersetzung mit der Bedeutung und dem Bedeutungsträger der Geste in der Malerei und dem Blick auf eine Welt, die augenscheinlich keine Grenzen kennt, abgeleitet. Annette Wendt lädt für die Zeit einer Ausstellung internationale Künstler anderer Disziplinen, den soziologischen Fragen künstlerisch nachzugehen. Frankreich / Deutschland / Italien / Palästina / Israel. Jeder Ort schafft mit seinen geopolitischen Besonderheiten eine physische und konzeptuelle Etappe des ProjetMigrations. Idee und Organisation wurden in einer rationalen Sprache formuliert. Während des känstlerischen Schaffensprozesses allerdings wurde das sehr öffentliche und abstrakte Thema der Migranten zu einer quasi intimen Auseinandersetzung des Menschen auf der Suche nach Identität.

Die konzeptuelle Hinterfragung der Bedeutung der Geste und der in dieser Geste vollzogenen chronologischen Ebenen hat zu einer analytischen Beobachtung der gesellschaftlichen Bedingungen in unserer Welt geführt.

Die Frage zur Identität entlässt den Menschen in die Individualität seiner Gedanken. Hier experimentiert er die Möglichkeiten und die Grenzen der Kommunizierbarkeit seiner Ideen. Die Kunstprojekte fordern eine konzeptuelle und zugleich emotionale Konfrontation mit der Welt, denn die Fragen der Menschen heute sind individuell, kollektiv und global.