departure 2:08

Das zweite Kapitel des projetMigrations. Der Aufbruch ist auch der Aufbruch für die Künstler. Berlin / Paris / Israel / Palästina.

Ein wahrer Bruch hat eine Endgültigkeit, die jede Rückkehr unmöglich macht


Unwiderruflich, denn die Vergangenheit hat durch den Bruch aufgehört zu existieren. Doch wer sagt uns, dass wir auf einer Fluchtlinie nicht allem, dem wir zu entfliehen wünschen, wieder begegnen? Wie kann man vermeiden, dass die Fluchtlinie einfach zur Selbstzerstörung wird.

Es ist eine freie Entscheidung oder eine Not, die Menschen einen Ort verlassen lässt. Immer aber ist es ein entgültiges Verlassen der Vertrautheit. Immer  ist es ein Weg der Einsamkeit, auf welchem wir unsere Identität neu definieren müssen. Dieses Projekt ist einer rationalen Idee entlehnt und ist im Verlauf der Arbeit zu einer sehr persönlichen Suche geworden.


Ich habe in einem 1948 von der UNO in Palästina gegründeten Flüchtlingskamp in der Nähe von Ramallah  über Wochen mit Kindern und Jugendlichen ein Theaterstück erarbeitet, welches in der Stadt aufgeführt wurde. Filmmaterial existiert leider nicht. Im Kibbutz Kfar Giladi im Norden Israels und in Jalazone in Palästina habe ich die Menschen zu ihren Perspektiven und Träumen befragt. Das Video ist nach dem Aufenthalt mit dem Regisseur Özgürg Yildiz entstanden.

 

 

laboratoire d’analyse